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WhatsApp und die DSGVO

WhatsApp und die DSGVO – warum wir Alternativen empfehlen

WhatsApp verarbeitet unerlaubt Daten

WhatsApp greift automatisch auf alle Kontakte zu, die im Smartphone gespeichert sind – darunter sind meist auch immer Daten von Personen, die den Messenger gar nicht nutzen.

Und genau hier ist das Problem – lt. DSGVO braucht ein Unternehmen die schriftliche Einwilligung aller Personen, deren Daten genutzt und verarbeitet werden. Der Messenger aber greift auf Informationen von Personen zu, die das nie erlaubt haben – und noch nicht einmal wissen, dass ihre Daten auf einem amerikanischen Server gespeichert sind.

Grundsätzlich gilt zudem, dass für die Verarbeitung und Speicherung von Daten ein Rechtsgrund bestehen muss. Dasselbe gilt übrigens auch für WhatsApp Business, den Messenger-Dienst für Unternehmen.

WhatsApp gibt Daten an Facebook weiter

Ein weiteres Problem ist, dass WhatsApp die gesammelten Daten an Facebook weitergibt. Zwar ist WhatsApp seit 2014 ein Facebook-Tochterunternehmen, trotzdem ist die Datenweitergabe zwischen den Firmen ohne Einwilligung der Nutzer verboten (Art. 6 DSGVO). Es sei denn, Facebook hat ein berechtigtes Interesse an den Informationen. Wann aber ein Interesse berechtigt ist, ist im Gesetz nicht erklärt.

In Deutschland durfte WhatsApp bisher keine Daten an Facebook weitergeben. Seit Inkrafttreten der DSGVO ist nun die Datenschutzbehörde zuständig, in deren Land das Unternehmen sitzt – und die europäische Niederlassung von Facebook und WhatsApp sitzt in Irland. Das heißt in diesem Fall: Die irischen Datenschützer müssen entscheiden, ob Facebook Daten von WhatsApp nutzen darf oder nicht.

Im Moment teilt WhatsApp nach zwar keine Nachrichten und Bilder mit Facebook, dafür aber zum Beispiel:

  • die Telefonnummer des Nutzers
  • Geräteinformationen (zum Beispiel: Gerätekennung und Betriebssystem)
  • wann sich der Nutzer registriert hat
  • wann WhatsApp zuletzt benutzt wurde
  • welche Funktionen häufig genutzt werden

Können Mitarbeiter/innen den Messenger intern nutzen?

Wir empfehlen nach Alternativen zu suchen und informieren Sie hierüber gerne – sprechen Sie mit uns!